Alarmstufe „ROT“ – Die EU-Positivliste bedroht unser Hobby!

MD
Ehingen am Ries
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Alarmstufe „Rot“ für unser Hobby: Eine aktuelle Analyse der Dynamik auf EU-Ebene zeigt, dass das Verbot der Tierhaltung durch die Hintertür einer „Positivliste“ gefährlich nahe rückt. Selbst die IUCN zieht dieses Instrument mittlerweile in Betracht. Manfred Dietz beleuchtet die Hintergründe einer ungleichen Lobby-Schlacht und zeigt drei konkrete Wege auf, wie wir als Aquarianer das drohende Ende unseres Hobbys noch verhindern können.

Liebe Mit-Aquarianer,

nach einem aktuellen Zoom-Vortrag über den Status quo und die Dynamik rund um die geplanten EU-Positivlisten ist es an der Zeit, ein deutliches Warnsignal zu setzen. Während das Thema in Deutschland momentan medial etwas im Hintergrund steht, herrscht auf EU-Ebene eine gefährliche Dynamik.

Die aktuelle Lage

Erschreckenderweise zieht mittlerweile sogar die IUCN (International Union for Conservation of Nature) in ihren Empfehlungen Positivlisten als potenzielles Mittel für den Tierschutz in Betracht. Dies ist eine Entwicklung, die uns als verantwortungsbewusste Aquarianer zutiefst besorgen muss.

Wir stehen einer Übermacht gegenüber: Professionelle Tierrechtsorganisationen agieren mit Millionenbudgets und über 40 hauptamtlichen Lobbyisten in Brüssel. Ihr Ziel ist klar definiert: Die Haltung und Nutzung vieler Tierarten soll grundsätzlich untersagt werden. Eine EU-weite Positivliste wäre das Ende der Aquaristik, wie wir sie kennen – der Erwerb und die Haltung der meisten Fischarten stünden vor dem Aus.

Wo bleibt der Widerstand?

Es ist unverständlich, warum der breite Aufschrei der Hobbygemeinschaft bislang ausbleibt. Aktuell tragen im Wesentlichen der ZZF (Zoofachhandel) und der BNA (mit Dr. Martin Singheiser) die Hauptlast des politischen Widerstands.

Das reicht nicht aus! Es fehlen sowohl die Masse an Stimmen als auch die notwendigen finanziellen Mittel, um gegen die professionelle Lobbyarbeit der Gegenseite zu bestehen.

Wie könnt ihr jetzt schnell und effektiv unterstützen?

Es gibt drei konkrete Wege, um aktiv zu werden:

1) Einzelmitglied im BNA  e. V. werden: Der Mitgliedsbeitrag fließt direkt in die politische Arbeit.

2) Der EU eure Meinung mitteilen: Beiträge werden gelesen und in die Auswertung einbezogen.

3) Mitglied in der DCG werden: Die DCG ist Mitglied im BNA, und für jedes DCG-Mitglied wird ein Beitrag an den BNA abgeführt.

Weitere Informationen:

Der BNA hat die Problematik in einem Video zusammengefasst, das die Ernsthaftigkeit der Lage unterstreicht:

Mein Appell an euch

Bitte werdet jetzt aktiv. Unterstützt die Organisationen, die bereits an vorderster Front kämpfen. Wenn wir erst reagieren, wenn die Gesetze verabschiedet sind, ist es zu spät. Die Auswirkungen werden uns schneller treffen, als viele für möglich halten.

Manfred Dietz

Veröffentlicht: 28. März 2026
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MD
Für alle Tierhalter ein extrem wichtiges Thema, Zusammenhalt und sichtbare Aktionen sind hier sehr wichtig!
Ebenfalls wichtig, die Unterstützung der Verbände die politisch dagegen vorgehen und unsere politische Stimme dagegen sind.
 
vor 9 Stunden