Gastromyzon ctenocephalus: Meister der Bergströme aus Borneo

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Faszinierender Fisch aus den schnellen Strömungen Borneos, der sich dank seines saugnapfartigen Körpers perfekt an das Leben in starker Strömung angepasst hat. Gastromyzon ctenocephalus ist der ideale Bewohner spezialisierter Aquarien, in denen reines, stark sauerstoffhaltiges Wasser und Steine mit natürlichem Algenbewuchs dominieren.

Dieser Fisch ist klein, biotopisch spezialisiert und stammt aus den schnell fließenden Gewässern Borneos. Er gehört zu den bekanntesten „Hillstream Loaches“ – Fischen, die perfekt an das Leben in reißenden Bergströmen angepasst sind.

Taxonomie

Ordnung: Cypriniformes

Familie: Gastromyzontidae

Gattung: Gastromyzon

Art: Gastromyzon ctenocephalus

Ursprüngliches Vorkommen

Diese Art ist ein Endemit aus Westborneo, insbesondere aus dem Gebiet des Sungai Sarawak in Malaysia. Sie bewohnt Berg- und Vorgebirgsbäche mit starker Strömung und kiesigem Grund. Die Steine sind mit einem reichen Biofilm bedeckt, der Boden ist sedimentfrei und das Wasser in diesem Biotop ist extrem sauerstoffreich.

Biologische Gewohnheiten

Gastromyzon ctenocephalus ist extrem gut an das Leben in schnell fließenden Gewässern angepasst. Er hat einen abgeflachten Körper und breite Brust- und Bauchflossen, die als Saugdisk fungieren, mit denen er sich auch in der stärksten Strömung festhalten kann.

Temperatur: Bevorzugt eine hohe Sauerstoffsättigung und niedrigere Temperaturen (19 °C – 23 °C).

Ernährung: Die Nahrungsansprüche sind ähnlich wie bei der bekannten Gattung Sewellia. Die Hauptkomponente besteht aus Biofilm (Algen, Mikroorganismen und kleine Wirbellose).

Charakter: Es handelt sich um eine friedliche Art, die jedoch territorial gegenüber eigenen Artgenossen sein kann. Es kommt jedoch nicht zu ernsthaften Aggressionen, die zu Verletzungen führen würden. Aktiv ist sie hauptsächlich tagsüber, wenn sie fast den ganzen Tag mit der Nahrungssuche verbringt. Sie benötigt ein stabiles, sauberes und stark sauerstoffreiches Umfeld.

Sexueller Dimorphismus

Die Unterschiede sind relativ unauffällig. Weibchen sind oft robuster mit einem volleren Bauch. Männchen sind schlanker und haben manchmal ein auffälligeres Flossenmuster. Bei beiden Geschlechtern sind charakteristisch gleichmäßig verteilte cremefarbene Flecken auf dem Körper, was ein diagnostisches Merkmal dieser Art ist. 

Zucht im Aquarium

Das Aquarium sollte mindestens 80–100 l für eine Gruppe von 5–10 Individuen haben. Der Boden muss aus Sand mit einer Korngröße von 0–5 mm und einer großen Menge von Steinen unterschiedlicher Größe bestehen. Es ist ratsam, eine starke Pumpe und eine leistungsfähige Filtration zu gewährleisten, die sowohl einen starken Strom als auch eine reichhaltige Oberflächenanreicherung zur Sauerstoffanreicherung sicherstellt.

Die Temperatur sollte im Bereich von 19–23 °C liegen, aber die Fische gedeihen auch bei 25 °C (wenn extreme Belüftung sichergestellt ist). Das Wasser sollte weich bis mittelhart mit einem niedrigen Gehalt an stickstoffhaltigen Stoffen sein. Idealerweise gibt es eine sehr starke Beleuchtung für das schnelle Wachstum von Algen und Biofilm auf den Steinen. Weitere Futterquellen sind spirulina Tabletten und gefrorenes Plankton. Diese Fische vertragen sich gut zum Beispiel mit Danios, die ebenfalls starke Strömungen bewältigen.

Auch wenn die Haltung dieser Fische herausfordernd erscheinen mag, ist es bei Einhaltung der Anforderungen an Sauberkeit und Wasserströmung eine robuste und äußerst interessante Art.

Quellen

Seriously Fish. Gastromyzon ctenocephalus. [online]. Verfügbar unter: www.seriouslyfish.com [Zugriff 2. 2. 2026].
FishBase. Gastromyzon ctenocephalus, Borneo suckers. [online]. Verfügbar unter: www.fishbase.com [Zugriff 2. 2. 2026].

Veröffentlicht: 2. Feb. 2026
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